In einem auch für die Schweiz richtungsweisenden Beschluss hat das Bundesverfassungsgericht in Deutschland eine hochschulgesetzliche Regelung über eine «Zweitveröffentlichungspflicht» in Baden-Württemberg für nichtig erklärt.
Open Access
Wir haben einem Experten für Urheber- und Medienrecht die dringenden Fragen im Zusammenhang mit der Perspektive der rechtswissenschaftlichen Praxis, der Rolle der Forschung und zum Urheberrecht gestellt, dass durch im Zusammenhang mit KI und Open Access neu durchdacht werden?
Das bewährte Modell des wissenschaftlichen Publizierens ist in Gefahr. Das «zwingende Zweitveröffentlichungsrecht» bedroht die Zusammenarbeit zwischen Forschenden, Autori*innen und privaten Wissenschaftsverlagen.
Die Umstellung auf Open Access hat mitunter weitreichende Folgen für Wissenschaft, Bibliotheken und Verlage, die in ihrer Vollständigkeit zum momentanen Zeitpunkt nicht absehbar sind. In der vorherrschenden Diskussion dominieren häufig Versprechungen, die bei genauerer Betrachtung nicht realistisch scheinen und andere Aspekte finden keine Berücksichtigung. Dr. Rafael Ball, Direktor der ETH-Bibliothek, nimmt zur aktuellen Entwicklung Stellung.
