Das System der nebenamtlichen Richterinnen und Richter an den eidgenössischen Gerichten ist effizient und bewährt. Verbesserungspotential gibt es nur wenig, etwa bei der fachlichen Einführung sowie der Regelung des Einsatzes. Dies Ergab eine aktuelle Evaluation.
Bundesgericht
Aus den gerade veröffentlichten Geschäftsberichten der eidgenössischen Gerichte geht hervor, dass die Arbeitsbelastung weiterhin hoch bleibt. So bilanzieren Bundesgericht, Bundesstrafgericht, Bundesverwaltungsgericht und Bundespatentgericht: die wichtigsten Punkte und Fakten.
Seitdem die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts 2019 ihre Arbeit aufgenommen hat, musste sie mit Problemen kämpfen. Aufgrund dessen haben die Geschäftsprüfungskommissionen die Situation analysiert und festgestellt, dass bereits bei der Planung der Berufungskammer die Fallzahlen und der Bedarf an Richterinnen und Richtern unterschätzt wurden. Eine Gesetzesrevision im Bereich der Organisation des Bundesstrafgerichts soll Abhilfe schaffen.
Die Entwicklung der Geschlechterverteilung vor dem Bundesgericht lässt sich mittels computergestützter Methoden nachzeichnen. Demnach hat im vergangenen Jahrzehnt der Anteil von prozessführenden Anwältinnen zugenommen. Dieser Trend hin zu einer gleichmässigeren Verteilung ist auch für die Zusammensetzung des Spruchkörpers zu beobachten.
