Die Studie
Für die aktuelle repräsentative Studie «KI in der Behördenkommunikation: Chance und Risiken – Sichtweise der Bevölkerung» (gfs.bern im Auftrag der Bundeskanzlei) wurden zwischen dem 22. November und dem 3. Dezember 2024 über 1000 Personen befragt. Sie sollten angeben, ob und wie sie KI-Werkzeuge selbst nutzen sowie den Einsatz von KI in der Behördenkommunikation beurteilen. Ergänzend wurden Expertinnen und Experten befragt.
Die Ergebnisse
Einerseits wird der gezielte Einsatz von KI und anderen neuen Technologien für die Behördenkommunikation mehr und mehr akzeptiert. Insbesondere bei Übersetzungen, Textvereinfachungen und Zusammenfassungen stösst die Nutzung von KI auf grosse Zustimmung. Andererseits sieht die Bevölkerung Risiken – vor allem beim Datenschutz. Generell ist das Vertrauen in die Behörden mit 60 Prozent gross: Jüngere Personen vertrauen den Behörden mehr (75 Prozent) als ältere (rund 55 Prozent). Die Mehrheit der Bevölkerung nutzt KI-Anwendungen wie etwa ChatGPT selbst. 40 Prozent der Befragten geben an, dies nicht zu tun. 39 Prozent der Befragten unterstützen den Einsatz von KI-Anwendungen in der Behördenkommunikation grundsätzlich. Jedoch stellt die Mehrheit hohe Anforderungen an den verantwortungsvollen Einsatz von KI. Bedenken bestehen gerade beim Datenschutz und der Abhängigkeit von internationalen Tech-Unternehmen. Die Verantwortung soll weiterhin bei den Mitarbeitenden der Behörden liegen und die Ergebnisse von KI-Anwendungen sollen stets durch kompetente Fachpersonen überprüft werden.
Die Zukunft
Die Studie unterstreicht, dass der Erfolg von KI-Anwendungen in der Kommunikation mit der Bevölkerung massgeblich von der Qualität der Daten, der Transparenz und dem Datenschutz abhängt. Es ist wichtig, bei KI-Projekten die Bevölkerung aktiv einzubeziehen und den Dialog zu suchen, um Vertrauen zu schaffen und potenzielle Bedenken frühzeitig zu berücksichtigen bzw. beseitigen zu können. Letztlich soll die Verantwortung in menschlicher Hand bleiben. Gemäss der Strategie der Bundesverwaltung zum Einsatz von KI-Systemen (seit März 2025) wird nun ein Umsetzungsplan erarbeitet.
