Appell zu einheitlich hohen Ausbildungsstandards
Der Deutsche Juristen-Fakultätentag (DJFT) fasste am 25./26. Juni 2026 in Saarbrücken unter anderem einen Beschluss zur «Künstlichen Intelligenz in der juristischen Ausbildung». Wichtig sei «eine kontinuierliche Beobachtung, Weiterentwicklung und Verbesserung des KI-bezogenen Lehrprogramms». Dafür fordert der DJFT die Wissenschaftsministerien und Hochschulleitungen in Deutschland auf, die entsprechende finanzielle Unterstützung zu leisten, speziell für die Entwicklung und Implementierung KI-Kompetenz-fördernder Massnahmen und die dafür benötigte Infrastruktur.
Umgang mit KI-Anwendungen erfordert Reflexionsfähigkeit
Der Einsatz von KI verlangt weiterhin sprachliche und methodische Präzision. Diese fusst auf guten inhaltlichen und methodologischen Kenntnissen, welche weiterhin entwickelt und geschärft werden sollen. Die Einschätzung, ob und wie KI die praktische juristische Arbeit unterstützen kann, verlangt zusätzlich ein Reflexionsvermögen, das in neu zu entwickelnden Prüfungsformaten zu bewerten ist. Der DJFT erwartet, dass KI künftig vermehrt «standardisierbare juristische Aufgaben übernehmen» und somit die Berufspraxis «massiv verändern wird». Weiterhin werden nach dessen Einschätzung jedoch Menschen die reflektierte Bewertung vornehmen.
Quelle: Deutscher Juristen-Fakultätentag.
