Immer weniger Studierende machen ein Auslandssemester

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Immer weniger Studierende machen ein Auslandssemester

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Weniger Studierende mit internationaler Mobilitätserfahrung

Ein Auslandsaufenthalt bereichert Studierende sowohl in akademischer als auch persönlicher Hinsicht. Andere Lehrmethoden, das unterschiedliche Angebot an Lehrveranstaltungen und allenfalls sogar der Erwerb oder das Vertiefen einer Fremdsprache können den CV in eine neue Richtung lenken. Die jungen Menschen lernen auch, schneller selbständig zu werden und sie müssen flexibel und offen für Herausforderungen sein. Diese Eigenschaften äussern sich später in wichtigen Soft Skills, die im Berufsleben gefragt sind. 

Allerdings nehmen Auslandssemster oder -praktika ab. 2024 hatten 19% der Studierenden an den Schweizer Hochschulen im Verlauf ihres Studiums einmal einen Studienaufenthalt, ein Praktikum oder eine sonstige Mobilitätserfahrung im Ausland absolviert. Im Vergleich zu 2020 ist die Zahl um 7 Prozentpunkte gesunken, ergab nun eine Erhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS). 

Gründe dafür könnten in der Befürchtung liegen, dass durch einen Auslandsaufenthalt sich das Studium in der Schweiz verlängert. Es könnte auch an den Mehrkosten liegen, die für das Semester im Ausland anfallen oder die finanziellen Sorgen beziehen sich auf den Studentenjob in der Schweiz, den man nicht verlieren möchte. Ebenso scheuen viele die Organisation eines Studiensemesters im Ausland, die kompliziert und aufwändig erscheint. Schliesslich beeinflussen noch immer die pandemiebedingten Reisebeschränkungen den Rückgang des Interesses.

Befragung zu Diskriminierungserfahrung, Gesundheitszustand, finanzieller Lage

Die Studie beinhaltete erstmals auch das Thema Diskriminierungserfahrungen: 25% der Studierenden gaben an, sich im Studium aus verschiedenen Gründen durch andere Studierende, Lehrpersonen oder sonstige Personen innerhalb der Hochschule diskriminiert zu fühlen. Die häufigsten Diskriminierungsgründe waren das Geschlecht (8%), die Sprache oder der Dialekt (7%) und die Nationalität (6%). Frauen berichten deutlich häufiger von Diskriminierungserfahrungen als Männer.

In Bezug auf ihren Gesundheitszustand gaben 29% der Studierenden an (zum Zeitpunkt der Befragung), mittelschwere bis schwere Depressionssymptome zu haben. Dieser Anteil ist fast doppelt so hoch wie jener der 18- bis 35-jährigen Wohnbevölkerung (15%) und 6 Prozentpunkte höher als der Anteil von 2020.

Gleich blieb die finanzielle Situation der Studierenden zwischen 2020 und 2024. Der Anteil der Studierenden mit Schulden und jener, die Ausbildungsbeiträge beantragen, ging sogar zurück.