Reichhaltige Jahresbilanz
Die WEKO blickt auf ein reich befrachtetes Jahr zurück. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Fazits ist, dass die Wettbewerbskommission mit verschiedenen Entscheiden eine neue Praxis geschaffen hat. So hat sie im Jahr 2024 sieben grössere Verfahren abgeschlossen, darunter zwei zur neuen Gesetzesbestimmung über die relative Marktmacht, welche auf die Fair-Preis-Initiative zurückgeht und darauf abzielt, die Rolle der Schweiz als Hochpreisinsel abzudämpfen. Obwohl der im Parlament vorhergesagte Anzeigenansturm ausbliebt, vermochte die WEKO erste Leitentscheide zu fällen.
Insgesamt arbeitete die WEKO und ihr Sekretariat auf 24 Untersuchungen, 11 Vorabklärungen sowie 50 Marktbeobachtungen. Sie behandelten 43 Zusammenschlüsse und verfassten Stellungnahmen in 350 Ämterkonsultationen und Vernehmlassungsverfahren.
Kredit- und Debitkarten erneut im Blickpunkt
Im vergangenen Jahr beschäftigte sich die WEKO zudem erneut mit den Gebühren für Kredit- und Debitkarten. Mit ihrem Entscheid zu den Interchange Fee für Debitkarten sorgte sie einerseits dafür, dass Produktentwicklungen weiterhin möglich bleiben und andererseits die Gebühren für die Händlerinnen und Händler sowie die Nutzenden der Karten im internationalen Vergleich tief gehalten werden können.
Der Austausch mit Kantonen und Gemeinden ist zentral
Das Engagement der WEKO für den Wettbewerb wird durch den Austausch mit Kantonen und Gemeinden getragen. Sie haben eine Schlüsselrolle für das Bestehen funktionierender Märkte inne, indem sie als Förderer des wirksamen Wettbewerbs in verschiedenen Wirtschaftsbereichen fungieren: Sie sorgen für die Gleichbehandlung der Unternehmen und gewährleisten eine neutrale Ausrichtung von Regulierungen. Der regelmässige Austausch – etwa bei Ausschreibungen, Fördermassnahmen, der Übertragung öffentlicher Aufgaben und der Erteilung von Genehmigungen und Konzessionen – ist unabdingbar.
